Max Ernst - Le surréaliste et le monstre fasciste

Buch
Christian Buckard /
Daniel Guthmann
Regie
Daniel Guthmann
Kamera & Ton
Stéphane Cazeres
Isabelle Derreumaux
Paul Gierth
Daniel Guthmann
Simone Hartmann
Björn Kathöfer
Viktor Kolev
Björn Lindenblatt
Alexander Paulsen
Marc Stoppenbach
Dieter Stürmer
Schnitt
Volker Gehrke
Animationen & Grafik
Blake Gehrke
Graphic Novel
Jan Buckard
Musik
Kai Powalla
Sprecher
Hildegard Meier
Daniel Berger
Edda Fischer
David Vormweg
Amelie Willberg
Tonmischung
Florian Ebrecht
Produktionsleitung
Silke Breidenbach
Redaktion
Christopher Janssen
Als Wegbereiter der surrealistischen Malerei nimmt Max Ernst in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. Die rätselhaft-magischen Welten, die er mit seiner Kunst erschaffen hat, üben bis heute große Faszination und eine verstörende Unruhe aus. Seine Werke sind durch seine Lebenserfahrungen in Zeiten von Krieg und Faschismus tief geprägt.
Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich „feindlicher Ausländer“ in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nazis als „entartete Kunst“ diffamiert werden, wäre es sehr gefährlich, in ihre Hände zu fallen.
25 Jahre zuvor hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung im Ersten Weltkrieg, dem „großen Wahnsinn“, wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biographie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt Max Ernst eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen.
Mit seinem 1937 entstandenen Werk ‚Der Hausengel‘ – dem „Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“ - schaffte Max Ernst eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute wieder hochaktuell ist.
ZDF/ARTE und 3sat 2026
Les Soirées de Paris
Ein so reiches und ereignisreiches Privat- und Künstlerleben in ein 52-minütiges Format zu pressen, war eine gewaltige Herausforderung. Doch die richtigen Entscheidungen wurden getroffen.